Seelische Zustandsveränderungen Beeinträchtigung des inneren Motors
Seelische Probleme kommen oft erst an die Oberfläche, wenn die seelische Widerstandskraft (Resilienz) und die körperlichen Kompensationsstrategien überfordert werden. Wichtig ist aber, dass sie professionell angegangen werden. Auch sogenannte „psychosomatische Zustände“, welche meist sonst unerklärliche körperlich-seelische Phänomene gekennzeichnet, bedürfen einer Abklärung, da sie längerfristig Organe und Immunsystem schädigen können (Prof. Dr. Springer-Kremser in den 80er Jahren auf einem Vortrag: 50 % der Krebspatienten haben diesen, weil sie die zugrunde liegenden psychosomatischen Veränderungen und die seelischen Schäden nicht behandeln haben lassen). Auch da sind wir wieder bei der Psychoneuroimmunologie.
Psychische Belastungen beginnen bei einer schwierigen Schwangerschaft der Mutter oder einer schwierigen Geburt, beinhalten auch epigenetische Familien-Stigmata, werden oft geprägt in der frühesten Kindheit und verändern/potenzieren sich bei einem neuerlichen Schädigungsmuster im Leben. Dazu kommen berufliche und private Belastungsmuster, mangelnde Psychohygiene wie z. B. Pflege von Beziehungen, und Tagesstruktur, Einhaltung von Pausen, Nichterkennen krankhafter beruflicher und familiärer Strukturen und/oder Flucht in Substanzgenüsse oder andere Sucht machende Verhaltensweisen.
Unsere gesellschaftliche und berufliche Erwartungsmuster sind ebenfalls gut geeignet, eine Selbstüberforderung, die im Sinne eines Burn-out Prozesses in Müdigkeit, depressive Verstimmung, aber auch in Angststörungen und andere, auch körperliche Erkrankungen münden kann.
Auch rein körperlich bedingte Krankheiten, Schmerzen und vor allem auch neurologische Erkrankungen führen oft in weiterer Folge zu obigen seelischen Belastungsmustern.
Ein diesbezüglicher Rehabilitationsprozess oder auch nur eine entscheidende Linderung erfordert ein multifaktorielles Erkennen und Vorgehen.